Der Havaneser ist ein kleiner Gesellschaftshund kubanischen Ursprungs, geformt für das Zusammenleben mit dem Menschen. Sein Bewegungsbedarf ist moderat, sein Bedarf an Gesellschaft dagegen hoch. Die beiden Alltagsthemen dieser Rasse heißen Fellpflege und Alleinbleiben.
- Widerristhöhe
- rund 23–27 cm (Toleranz laut FCI-Standard 21–29 cm)
- Gewicht
- etwa 4–7 kg
- Fell
- langes, seidiges Deckhaar, laut Standard 12–18 cm beim erwachsenen Hund, glatt oder gewellt
- Fellstruktur
- praktisch ohne Unterwolle — haart kaum, verfilzt dafür leicht
- Bewegung
- rund 30–60 Minuten pro Tag, verteilt auf mehrere Gänge
- Beschäftigung
- dazu geistige Beschäftigung in kurzen Einheiten
- Einordnung
- FCI-Gruppe 9, Begleithunde, ohne Arbeitsprüfung
Eine Rasse mit vergleichsweise wenig Baustellen
Der Havaneser gehört zu den kleinen Rassen, die keine anatomische Übertreibung mit sich herumtragen. Es gibt keinen zu kurzen Fang, keine zu enge Zuchtgrenze beim Gewicht, keinen Trend zur Miniatur — er gilt schlicht als robust. Was kontrolliert wird, sind die üblichen Themen der Kleinhunde: die Kniescheibe, die aus ihrer Führung springen kann, der erbliche Graue Star, und das Herz, das beim Abhören auffällig werden kann.
Das eigentliche Gesundheitsthema dieser Rasse ist deshalb eines, das ganz bei Ihnen liegt: das Fell. Es ist lang, fein und hat kaum Unterwolle — es haart wenig, verfilzt dafür schnell. Vernachlässigte Verfilzungen ziehen an der Haut, entzünden sie und werden schmerzhaft. Wer den Havaneser wählt, weil er wenig haart, sollte wissen, dass er stattdessen Zeit mit dem Kamm einkauft. Daneben gibt es eine erbliche Hauterkrankung, die Sebadenitis, die zu Haarausfall und schweren Hautschäden führen kann und deshalb ernst genommen wird.